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Die Lüge vom Charakter

Beitrag#1von Hexe » Di 4. Okt 2016, 03:43

Wenn ein Hund nur darf, wenn er muss, aber nie kann, wenn er will, dann mag er auch nicht, wenn er soll.
Wenn er aber darf, wenn er will, dann mag er auch, wenn er soll und dann kann er auch, wenn er muss.
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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#2von Hundeli » Mi 5. Okt 2016, 06:52

:sd14:

ohhhhhhhh, supertreffend, oder?

Eigentlich setz ich auch voraus, dass 'man' sich über die oder die Rasse informiert. Die wohl strengste Arbeit ist dann aber, sich in ECHT zu überlegen, passt das Erwähnte zu mir?

Damit mein ich........Rasse und deren 'Eigenschaften', sollten wichtiger sein, als das Aussehen!
Natürlich gibts auch in jeder Rasse Hundis, die nicht so ganz dem Beschrieb entsprechen, bloss ist das eher selten, oder?

Ich fragte mich auch schon, warum Stubenhöcklermenschen eine Windhundrasse, Border oder sogar Schlittenhunderasse kauften.............das die i-wann zu Sorgen kommen, scheint mir erklärbar.

Ojeee, Charakter ist m.E. ein Ding, dass sich im Leben 'bildet'............je nachdem was Tier oder Mensch erlebt, wie es oder er 'gehalten ' ist, welche Veranlagungen/Gene in ihm sind......... :girlgruebeln:

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#3von Hexe » Fr 7. Okt 2016, 06:19

Damit mein ich........Rasse und deren 'Eigenschaften', sollten wichtiger sein, als das Aussehen!
Natürlich gibts auch in jeder Rasse Hundis, die nicht so ganz dem Beschrieb entsprechen, bloss ist das eher selten, oder?


Sucht man denn nicht immer seinen Hund zuerst nach dem Aussehen aus?
Erst gefällt einem der Hund und dann wird erst nach dem Charakter geschaut :girlgruebeln:

Ich kann da nicht wirklich mitreden, hatte ja durchweg Mischlinge, daher finde ich, dass man sich für den Charakter des Hundes, auch bei Rassehunden, ganz offen halten sollte
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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#4von Hundeli » Fr 7. Okt 2016, 06:30

:sd14:

tja, eben Charakter wird ja erst im Lauf des Lebens eines Menschen/Tieres von ihm gebildet.............daher ist der Ausdruck bei Rassenbeschrieben i-wie verfälschend, oder?

Naja, sicher wird auch via Auge 'ausgewählt'. Aber meist gibts verschiedene Hundis, die i-wie Ähnlichkeiten im Aussehen besitzen...........Ich meinte eben schon, dass sehr häufig Rassenhundis zu Menschen kommen, die den Rasseneigenschaften nicht so gerecht werden.

Ja, bei Mischlingen ist es oft wie eine Wundertüte........bloss, sind nicht fast alle Rassen ursprüngliche Mischlinge?

Hm, ja hast Recht! Wenn ich überlege, auch Kinder können die oder die 'Charakter-Eigenschaften' erhalten, seis durch das Aufwachsen, durch begünstigende Veranlagungen oder Fremdeinwirkungen......

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#5von Hexe » Fr 7. Okt 2016, 08:14

tja, eben Charakter wird ja erst im Lauf des Lebens eines Menschen/Tieres von ihm gebildet.............daher ist der Ausdruck bei Rassenbeschrieben i-wie verfälschend, oder?

Ich denke eben auch, dass es schon auch am Halter liegt, gewisse Eigenschaften zu fördern. Wenn sie nicht gefördert werden, werden sie wohl auch nicht so, wie in der Rassebeschreibung, hervorstechen (ich denke da gerade an die Jagdhunde) ?
Auf der anderen Seite, hört und liest man ja oft, dass z.B. die Border Collie als Ersatz für das Schafehüten, die Familie "hütet" - also eine "Ersatzhandlung"
ausführt... :girlgruebeln:

Ali war ja wohl ein HSH-Mix, bis auf seine "Sturheit" war davon nichts zu bemerken. Das hätte ja fatale Folgen im TH als "freilaufender Hallenhund" gehabt.....
Und alle Schäfermixe die wir hatten, haben uns nicht "gehütet" oder "getrieben" :girlgruebeln:

Moppel, als Boxer-Schäfermix, war recht "unsensibel" (grobmotorisch und heftig) beim Spielen und konnte auch mal einen "Knuff" (unabsichtlich) vertragen, was man den Boxern ja nachsagt.... Trixi, als Shelti-Schäfermix, hat nur selten gebellt, Shelties sagt man ja nach, dass sie zum Kläffen neigen....
Keine Ahnung.

Ich selbst würde einen Rassehund vom Chrakter her "individuell" sehen und gar nicht erst in eine Rassebschreibung reinschauen :girllachen:
Eben durch die Erfahrungen mit den Mixen
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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#6von Hundeli » Sa 8. Okt 2016, 08:26

:sd14:

ja klar, ich vergleich das eigentlich mit 'Talent'.....wird das nicht gefördert, verstummt es...........

Rassen haben meist so 'Gebrauchsanhängsel', sei's jagen, viel rennen, aktiver oder passiver, hüten/zusammenhalten usw............Bei gewissen Hundis kann natürlich sowas stärker oder schwächer 'durchbrechen'. Weiss man als HalterIn davon, kann man vielleicht einwirken..........
Eben, grad die Bordis! Sieht man die bei den Schafen, darf man auch erkennen, dass sie wirklich ausgelastet sind.........Bei Agility und CO sind sie oft einfach überdreht, weil die Kondition wohl da ist, aber die Kopfarbeit eher zu kurz kommt........

Jaja, bei Mix ist enorm spannend, welche 'Eigenschaften' sich zeigen. Das zu Erkennen braucht aber viel und noch 'vieler' Zeit, Geduld, Beobachtung.........

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#7von Hexe » So 9. Okt 2016, 00:54

Eben, grad die Bordis! Sieht man die bei den Schafen, darf man auch erkennen, dass sie wirklich ausgelastet sind.........Bei Agility und CO sind sie oft einfach überdreht, weil die Kondition wohl da ist, aber die Kopfarbeit eher zu kurz kommt........


Gerade bei den Bordern wundert es mich, dass sie eine Ersatzhandlung entwickelten.
Es gibt ja sehr viele Hüte- und Treibhunde, z.B der Dtsch.Schäferhund, ich habe noch nicht gehört, dass er seine Familie hütet.
Ob da etwas in der Zucht nicht "richtig" läuft? Dieses Rassemerkmal zu sehr berücksichtigt wird?

Ich frage mich auch immer, warum muss es denn ausgerechnet ein Border (mit den Aussies ist es ja das gleiche) sein, wo man doch weiß, dass es da oft Probleme gibt, wenn er nicht machen darf, wozu er geboren wurde?
Klar sind das sehr schöne Hunde, aber man hat ihn ja auch 10-15 Jahre.
Kann man wirklich so weit noch "vorausplanen", dass man diese Jahre mit Agility usw. verbringen kann/mag? Vor allem, wenn man in der Stadt wohnt? Wäre mir persönlich viel zu viel, die Hälfte dieser Jahre auf einem Hundeplatz zu verbringen :girlwarten:


Jaja, bei Mix ist enorm spannend, welche 'Eigenschaften' sich zeigen. Das zu Erkennen braucht aber viel und noch 'vieler' Zeit, Geduld, Beobachtung.........

Ich fand das ja immer ganz spannend, wie sie sich so entwickelten. Die meisten Hunde, die ins Haus kamen, hatte ich vorher ja nur einmal gesehen :girllachen:
Allerdings ist dabei schon sehr wichtig, dass man selbst für alles "offen" bleibt und den Hund dann auch annehmen (und fördern) kann, wie er am Ende eben ist.

Allerdings finde ich es auch ein wenig "gefährlich", wenn man sich einen Rassehund, mit (oder wegen) gewissen Eigenschaften zulegt.
Man kann da ganz schnell in ein gewisses "Schubladendenken" (Charakter) verfallen :girlgruebeln:
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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#8von Hundeli » So 9. Okt 2016, 09:13

:sd14:

hm ein Teil dieser Rasse ist halt schon eher sehr aktiv..............allein die Körper sind wohl agiler als bei anderen Hüte-Treibhunderassen, oder?

Tja, mach nen Film, wo ein Rassenhundi ne Rolle hat...........schwups geht's los.............war/ist bei Dalmis ja auch so..........und weiteren wie Lassy & CO!
Ich find die Bordis faszinierend.........aber ich bin mir bewusst, dass ich tausendmal zu faul wär für diese Aktionen, also? Bewundern beim Zugucken und wie die mit Schafen arbeiten.......mehr nicht!

Ja, da hast Recht!
Trotzdem ein bissel mehr als Fellfarbe, Grösse und Geschlecht möcht ich schon wissen...........eben auch, weil ich ein Hundi auswählen möcht, das dann auch zu uns passt! Wie oben erwähnt, so sportlich bin und wär ich nie, also? Da nun bei Mixen auch alles mögliche drin sein kann.......find ich halt, wär gut, wenn man etwas über das Tierli wüsst.
Leider ist das eher nicht so geläufig, es sei denn, so ein Mix ist i-wo privat untergebracht und geht dann in die Vermittlung............
TH haben ja meist viele Tiere und kaum richtig Zeit fürs Beurteilen.......naja, hab ich bislang leider meist so erlebt!

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#9von Hexe » So 9. Okt 2016, 11:43

TH haben ja meist viele Tiere und kaum richtig Zeit fürs Beurteilen.......naja, hab ich bislang leider meist so erlebt!

War ja bei uns nun gaaaaanz anders.
Wir hatten ja die meisten Hunde aus dem TH, in dem mein Mann arbeitete.
Der hat sich die Hunde schon genau angeschaut und "kannte" sie ja schon lange, bevor er mir etwas von "neuem Hund" sagte....
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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#10von Hundeli » Mo 10. Okt 2016, 06:56

:sd14:

hm, ok, er konnte sie auch gut beobachten und lebte mit ihnen für ein paar Stunden quasi zusammen........

Weisst, ich erkundigte mich schon öfter und erhielt dann sehr oft, meistens, nur allgemeine Antworten...........so zu alltäglichen Dingen eher nix, da die Hundis meist draussen sind oder in ihren Boxen (Zimmer).
Letztens sagte man mir sogar, man könne doch nix sagen, ausser 'lieb, freundlich, teils verfressen, nett mit Artgenossen'.........tja, nicht grad viel, oder?

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#11von Podifan » Mo 17. Okt 2016, 18:47

Ich habe vor kurzem fest gestellt, dass eine Bekannter am Zoologischen Institut der Universität Kiel gearbeitet hat.
Ihr Hauptarbeitsgebiet war Zucht, vorranging Hundezucht.
War wirklich interessant mit ihr darüber zu reden und fest zu stellen, dass wir einer Meinung sind.
Die Züchter können sich auf den Kopf stellen, sie werden es nicht erreichen einer Rasse feste charakterliche Eigenschaften anzuzüchten.
Die Optik klappt weitestgehend und der Rest ist eine Wundertüte!
"Heute hingegen leben viele Haushunde in fest umgrenzten, urbanen Umgebungen, und man erwartet von ihnen, dass sie wohlerzogener sind als das durchschnittliche Kind und gleichzeitig so eigenverantwortlich wie ein Erwachsener!"

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Re: Die Lüge vom Charakter

Beitrag#12von Hundeli » Di 18. Okt 2016, 06:23

:sd14:

gelle!
Jedes Lebewesen ist doch ein Individum und niemand kann ganz genau wissen, woher auch was in dem Individum 'steckt'................Das ist bei uns so und bei Tieren sicher nicht viel anders........
Wenn ich manchmal hör, was bei Mensch einfach urplötzlich 'da' ist, was aus der (auch erweiterten) Familie niemand weiss, kann ich mir nicht vorstellen, dass bei Hundis alles anders verläuft.

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